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Interfer Stahl GmbH, Magdeburg

November 2006 - Zusatzausbildung für Magdeburger Auszubildenden - Osteuropa zum Anfassen

Sachsen-Anhalt bietet jungen Leuten während ihrer Berufsausbildung die Chance, Tschechien, Bulgarien, Ungarn oder Slowenien kennen zu lernen. Nicht als Touristen, sondern als Botschafter ihrer Ausbildungsbetriebe. Sie sollen für sie Wirtschaftskontakte anbahnen oder vertiefen. Dabei eignen sie sich das kulturelle, sprachliche und fachliche Rüstzeug an, das international tätige Mitarbeiter brauchen. Aus diesen Gründen wird das Projekt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und vom Ministerium für Wirtschaft und Arbeit des Landes Sachsen-Anhalt gefördert.

Ralf Zippel ist einer von bisher 25 Azubis, die die wirtschaftliche Entwicklung in Osteuropa erst zu Hause studieren und dann vor Ort erleben konnten. Bei der Interfer Stahl GmbH Magdeburg, wo er zum Kaufmann für Groß- und Außenhandel ausgebildet wird, waren sich sein Chef, Herr Hübsch, und alle Mitarbeiter sofort einig, dass bei einer derart praxisnahen Zusatzausbildung zugegriffen werden muss.

"Es ist leider so", sagt Herr Hübsch, "dass es in Sachsen-Anhalt viel zu wenige Ausbildungsverhältnisse mit einer Spezialisierung auf den Außenhandel gibt. Wer soll denn in Zukunft die nicht einfachen Schritte ins Ausland erfolgreich vollziehen?"

Sein Auszubildender hat sein Auftrags-Projekt strategisch gut angelegt. "Es wäre einfach gewesen, in einer unserer osteuropäischen Repräsentanzen ‚anzuheuern'. Ich wollte aber was Neues machen und habe mich für die Slowakei entschieden." Seine zweite Überlegung: Bei Unternehmensberatungs-Firmen fließen sehr viele wirtschaftliche Kontakte und Vorgänge zusammen, was zu einer Vervielfachung des Nutzens eines Auslandsaufenthalts führt. "Also habe ich mich bei so einer Firma beworben und darauf hin in Bratislava drei Wochen in diesem Metier gearbeitet. Firmenbetreuung bei der Ansiedlung ausländischer Investoren und die Teilnahme an Vertragsverhandlungen sind Sachen, auf die ich schon ein bisschen stolz bin."

Die Ergebnisse seines Projekts hat der angehende Groß- und Außenhändler bereits vor seinem Niederlassungsleiter und den Projektbetreuern von der isw Gesellschaft für wissenschaftliche Beratung und Dienstleistung präsentiert. Sie können nun von allen Unternehmen Sachsen-Anhalts genutzt werden, wenn sie überlegen, ob sie in der Slowakei eine wirtschaftliche Zusammenarbeit aufbauen sollten. Außerdem kann ihnen der junge Mann mit grundsätzlichen Einschätzungen und zahlreichen Kontakten zur Seite stehen. Denn eines gehört zu seinen eindringlichsten Erfahrungen: Der Aufbau einer wirtschaftlichen Kooperation braucht (fast immer) viele Akteure und funktionierende Netzwerke.

Zusatzausbildung Magedeburg H. Zippel Ralf Zippel bei der Präsentation seiner Projektergebnisse

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